Und die Krone geht an…
Posted by Christin in Allgemein on 27-01-2010
…und als wir wach wurden blickten wir einem langem und vor allem anstrengendem, aber auch nicht ungefährlichem Tag entgegen
Es war der Tag der….
der…
der “Höllentour”
…
Nein, nein, ganz ehrlich, dieser Tag sollte für uns alle nicht leicht und ungefährlich werden. Wir hatten ungeschlagene 510km (klingt nicht viel, ich weiß, aber die Umstände machen’s) zu fahren.
Also sind wir früh aufgestanden (ob freiwillig oder nicht), sind ins Auto gehüpft und haben uns auf den langen Weg gemacht.
Aber was ist nun so “höllisch” daran?
Tja, Hannes und Laura sind die Strecke schon einmal gefahren und wussten: wir müssen durch’s nichts! Steppe rechts, Steppe links. Der Blick aus dem Fenster: Sand, vertrockneter Baum, Sand, Sand, vertrockneter Grasbüschel, vertrockneter Strauch, Sand, vertrockneter Baum, totes Känguru…
und die ganze Zeit schien es geradeaus zugehen. Zum Glück hatten wir genügend Proviant dabei. Soll ja schon mal vorgekommen sein, dass Leute verhungert sind.
Und dann wurden wir alle auch noch unter Todesangst gesetzt, als ich ans Steuer bin. Nicht wegen meines Fahrstils natürlich!
Nein, es hat angefangen zu regnen. ich sage regnen, weil mir gar kein Wort für die Wassermengen einfällt die da runterkamen. innerhalb kürzester Zeit hat man jedenfalls nichts mehr, außer einem Grauton sehen können (immerhin mal ne kleine Abwechslung). Jaha, das war lustig. Aber siehe da, auch das haben wir überlebt!
So sind wir also irgendwann glücklich und munter in Rockhampton angekommen…was für’n Trip. Mehr gibt’s zum 4. Tag auch kaum zu sagen. Rockhampton haben wir uns dann noch angeschaut, und sogar als schön empfunden. es war mal etwas europäischer und wir haben richtig Häuser aus Stein und so gesehen^^ Jah, es war ganz nett.
Am nächsten Morgen ging’s dann auch gleich weiter nach Harvey Bay, einem kleinem Örtchen direkt an der Bucht. Von hier aus haben Mareike und ich dann Frasier Island besucht! und das…jah das war geil!
Wir beide krönen sie als die schönste Insel die wir bisher gesehen haben. einfach traumhaft.
Viel zu viel traumhaftes an der Ostküste, um überhaupt glauben zu können, dass es wahr ist!
Aber ja… es muss wohl. Ganz so gut hat der Tag auch nicht angefangen.. unseren Bus haben wir um eine halbe Minute verpasst (der Bus war zu früh, nicht wir zu spät!). Nunja, auf jeden Fall waren wir nicht die Einzigen. Ein junges Pärchen, auch aus Deutschland, stand genauso bedäppert da wie wir. Bus weg – Tour zur Insel weg – Geld weg. Na toll! Aaaber, die beiden hatten ein Auto, also sind wir in allerletzter Minute noch losgedüst. Gerast um genau zu sein: ich hab hier und da mal 50, 60, oder 80kmh- Schilder am Straßenrand gesehen. Aber der Tacho zeigte sowas wie 120…und Gott sei Dank! Wir haben die Fähre noch ganz ganz knapp geschafft! Ein Hoch auf unseren weiblichen Schumi.
Vom Land dann auf die Fähre, von der Fähre dann auf die Insel – und wir beiden schaffen es natürlich nochmal uns zu verlaufen und fast unsere kleine Reisegruppe zu verlieren^^ Nur fast allerdings. Auf jeden Fall konnte es dann doch mit unserem Tourbus losgehen. Auf durch die größte Sandinsel der Welt! Das hat man auch zu spüren bekommen. Hier und da sind vor uns untrainierte Jeepfahrer stecken geblieben. Alle Männer im Bus dürften dann raus und anschieben helfen. Sah lustig aus. und auch unser Busfahrer, der das täglich und seit 15Jahren macht, ist fast stecken geblieben. Die Fahrt war durchaus nicht unwackelig und schon ein Erlebnis für sich. Irgendwann sind wir dann aber am 75-Meilen-Strand angekommen. Ihn einmal komplett langgefahren und haben sogar einen der nur noch seltenen Dingos gesehen. Abgemagert sah er aus.
Dann sind wir zu Eli’s Creek gelangt. einem kleinen Strom auf der Insel der in einem klitzekleinen See, oder vielleicht Teich endet. Man konnte sich am Beginn des Stroms ins Wasser legen und sich dann um die ganzen Kurven und Bäume vom Wasser tragen lassen. Von da aus ging’s dann weiter zu den “Coloured Sands” (farbigen Sänden). Das sind große Sandberge mit unglaublich vielen Farben. Ich glaube es ging sogar in den Millionenbereich, aber gesehen haben wir im Endeffekt nur 5 Farben oder so. Trotzdem toll!. Und von dort dann ab zum Maheno Wrack, einem alten Schiffswrack. Riesengroß, gestrandet und einfach faszinierend. Dann gab’s Mittagspause und schwupps ging’s auch schon durch den Regenwald in der Mitte der Insel. Das war ein tolles, sehr befreiendes Gefühl. Die Luft war toll, der kleine Fluss der durch den Wald führte hatte klares Wasser und die Vögel begleiteten und mit ihrem Gezwitscher. Als wir schon fast dachten, es würde nicht mehr besser gehen, sind wir mit dem Bus weiter zu einem der Süßwasserseen der Insel.
Lake Echam. Das tiefblaue Wasser, glühender Sonnenschein und angeblich jungmachende Kräfte, lockten uns ins Wasser
Danach ging es dann müde und glücklich zurück zum Zelt. Das war der 6. Tag unseres Trips ‘down the eastcoast’. Ein weiterer einzigartiger und mal wieder einfach nicht beschreibbarer Tag einer langen und wundervollen Reise…
Anmerkung vom Autor (also mir): das alles ist nun schon über einen Monat her. ich entschuldige mich für die Verspätung und wir werden alles folgende etwas kürzer gestalten, so dass wir irgendwann mal wieder im “Jetzt” ankommen
.
love, Christin
