Gedanken vor der Abreise

Posted by Christin | Posted in Allgemein | Posted on 16-04-2010

Ich habe lange überlegt…

hier ein Auszug meiner Gedanken vor so ziemlich genau 8 Monaten, gewählt habe ich den, weil sich einige diesser Gedanken damals vor der Abreise, mit denen nach der Ankunft, nach der Heimkehr, also jetzt kreuzen…

“soso…bald geht’s schon los in eine ganz Unbekannte Welt und ich muss sagen…irgendwie denkt man tag und nacht dran, ständig fällt einem dieses oder jenes ein, ständig denkt man “man, dass musste dir aufschreiben” und ständig, und das ist das schlimmste irgendwie, fällt einem ein was und vorallem wen man so zurücklässt.
es ist gar nicht so leicht, wie ich jetzt bei jedem gespräch oder treffen merke, seine Famile und Freunde für so lange einfach nicht zu sehen.
sobald man wen trifft oder hört oder sieht, denkt man sich “hachjerrje, denn seh ich vllt nun zum letzten mal bis ich weg bin” oder “oh gott wir müssen uns nochmal sehen bevor ich weg bin”
Man sieht einen jeden  mit anderen augen…versucht sich jede facette des eigentlich so bekannten gesichts des gegenübers genau  einzuprägen, damit man so lange wie möglich von diesen letzten momenten zeren kann…
jah man hört auf zu sprechen, damit man sich aufs beobachten konzentrieren kann. man sieht auf einmal noch genauer was man vermissen wird.
 
einfach all diese so geliebten Menschen zurückzulassen, hier zu lassen, nich mitnehmen zu können. genau die Menschen, mit denen alles immer großartig ist, die Menschen die für mich “zu Hause” bedeuten…
ein kleines Stück zu Hause kommt ja zum Glück mit mir mit…Mareike, aber ein großes Stück bleibt leider hier.
und man macht sich natürlich auch sorgen, zB um kleine knuddelige Wuffis, wie meggy einer ist, was sie wohl macht bis nächstes jahr? sie ist ja schon eine kleine omi….

nunja…viele gedanken, die man gar nicht in worte fassen kann, schwirren einem durch den kopf, und voarallem denkt man an die absurdesten dinge. doch leider existiert neben der vorfreude vorallem angst und unsicherheit. man weiß ja gar nicht was da geau auf einen zukommt?
und eben nicht was hier passiert….”
                                                                                                                   CHRISTIN vor 8 Monaten

Brisbane und Byron Bay

Posted by Christin | Posted in Allgemein | Posted on 05-02-2010

die letzte Nacht, der letzte Tag.

Unser Ziel endlich erreicht! Mal wieder früh aufgestanden und dann mit dem Auto nach Brisbane. Unterwegs haben wir noch am Rainbow Beach angehlaten! Toller Strand, besonders weil die Wellen unglaublich hoch und kräftig waren! Hat echt spaß gemacht dort baden zu gehen :)

Ganz spät abends sind wir dann in Brisbane angekommen, haben in einem absoluten Schrott-Hostel eingecheckt und dort alte Freunde wieder getroffen: Bedbugs! Daraufhin sind wir natürlich gleich wieder ausgezogen, haben kein Geld zurückbekommen (!!!) (FRECHHEIT!) und dafür dann aber ein nettes Hostel ohne weitere Vorfälle gefunden. Brisbane ist eine schöne Stadt, viel kleiner als Sydney, überschaulicher und entspannter. Aber viel mehr als Shoppen und etwas Sightseeing haben wir hier gar nicht gemacht :) Ein Ereignis für uns war die Vorweihnachtszeit dort. Eine Woche vor Weihnachten war es, als dort waren… Im Stadtzenrtrum wurde dazu jeden Tag ein Programm aufgefürt – meistens war es nur absoluter Schwachsinn, den wir in keinster Weise als weihnachtlich empfunden haben, aaaaber einmal war dort ein Chor, der ein deutsches Weihnachtslied gesungen hat. so schön und klar und für uns das esrte Mal dass überhaupt ein klitzekleines Gefühl von Weihnachten aufkam…Gänsehaut und feuchte Augen waren unsere Reaktion darauf…Ansonsten seht einfach selbst:

nach 3 Tagen Brisbane ging’s dann mit dem Greyhoundbus weiter nach Byron Bay! Leider hatten wir Regen als wir ankamen und konnten an unserem ersten Tag nicht wirklich viel unternehmen. Zum glück hatten wir aber eine wunderschöne Unterkunft und somit war das ganz erträglich :)

Den zweiten Tag haben wir dann aber voll genutzt um einen langen und beschwerlichen, aber einfach tollen Weg auf zum Leuchtturm auf uns zu nehmen. und das hat sich auch gelohnt! der alte Leuchtturm ist einfach toll und von dort aus kann man sehr weit ins unendliche blicken! wirklich toll. außerdem waren wir noch am östlichsten Punkt Australiens, und am Strand und neben tollen Surfern haben wir auch gleich noch Delphine gesehen! wooho :) wie schööön :)

Das eigentliche Highlight unseres Byron Bay – Aufenthalts war aber der dritte Tag, an dem wir unseren Skydive gemacht haben! einfach wahnsinn! wir mussten zwar lange warten bis wir an der Reihe waren, aber das hat sich gelohnt. mit dem Hubschreiber ging’s ab in 13000ft – höhe (also mehr als 4km). Und schon dass war absolut beeindruckend. Das schöne blaue Meer, die immer kleiner werdenden Palmen und der sich ins unendlichziehende Strand. Traumhaft! Im Flugzeug wurden wir dann an unseren Sprungmann geschnallt und dann ging’s auch schon los. Was für ein Gef+ühl! Ich war die letzte und konnte alle beim rausspringen beobachten. sooo toll. man hat gesehen wie sie sich allle mehr oder weniger ängstlich an die Türkannte setzten und auf einmal waren sie we. wusch! das ging so schnell. und dann war ich endlich an der Reihe. eins, zwei…drei! und raus ging’s in die kalte Luft. 60 Sekunden freier Fall! 60SekundenDruck! 60 Sekunden kalte Luft! 60 Sekunden staunen. 60 Sekunden Luft anhalten. ich hab das atmen einfach vergessen. ich war so beeindruckt. und vorallem 60 sekunden schreien! und dann ging der Fallschirm auf. was für ein toller Moment. vorher ging alles so schnell. alles kam immer näher. Aber der Fallschirm hat einen mit einem Ruck wieder zurück in die absolute Anwesenheit aller Sinne gebracht. Ein Ruck und alles war ruhig. wirklich. Totenstille. kein Mucks da oben. der Druck war weg, es ging langsam durc die Wolen und man konnte die ganze Ostküste Australiens sehen (so schien es zumindest) der Strand, die grüne Landschaft, klitzekleine Häuschen. langsam ist man geseglt, konnte den Fallschirm lenken. konnte spüren wie es immer wärmer wurde je näher man dem Boden kam…Es ist so ein tolles Gefühl völlig frei durch den Himmel zu schweben. einfach unglaublich. Noch jetzt rast mein Herz vor lauter Begeisterung. Diese kurzen und doch ewig lang wirkenden Momente. Jah…was soll ich sagen! Jeder sollte soetwas einmal im Leben gemacht haben. einfach einzigartig und jedes Geld wert :)

:) :) noch völlig high von diesem tollen Erlebnis haben wir die letzten Stunden in Byron verbracht und sind dann schließlich mit dem Bus nach Sydney gefahren um dort Weihnachten und Neujahr zu verbringen. Doch Byron Bay und der Tandemsprung – das werden wir nie nie ie vergessen.

Love, Christin

Und die Krone geht an…

Posted by Christin | Posted in Allgemein | Posted on 27-01-2010

…und als wir wach wurden blickten wir einem langem und vor allem anstrengendem, aber auch nicht ungefährlichem Tag entgegen

Es war der Tag der….

der…

der “Höllentour” :D

Nein, nein, ganz ehrlich, dieser Tag sollte für uns alle nicht leicht und ungefährlich werden. Wir hatten ungeschlagene 510km (klingt nicht viel, ich weiß, aber die Umstände machen’s) zu fahren.

Tag-2u31Also sind wir früh aufgestanden (ob freiwillig oder nicht), sind ins Auto gehüpft und haben uns auf den langen Weg gemacht.

Aber was ist nun so “höllisch” daran?

Tja, Hannes und Laura sind die Strecke schon einmal gefahren und wussten: wir müssen durch’s nichts! Steppe rechts, Steppe links. Der Blick aus dem Fenster: Sand, vertrockneter Baum, Sand, Sand, vertrockneter Grasbüschel, vertrockneter Strauch, Sand, vertrockneter Baum, totes Känguru…

und die ganze Zeit schien es geradeaus zugehen. Zum Glück hatten wir genügend Proviant dabei. Soll ja schon mal vorgekommen sein, dass Leute verhungert sind.

Und dann wurden wir alle auch noch unter Todesangst gesetzt, als ich ans Steuer bin. Nicht wegen meines Fahrstils natürlich!

Nein, es hat angefangen zu regnen. ich sage regnen, weil mir gar kein Wort für die Wassermengen einfällt die da runterkamen. innerhalb kürzester Zeit hat man jedenfalls nichts mehr, außer einem Grauton sehen können (immerhin mal ne kleine Abwechslung). Jaha, das war lustig. Aber siehe da, auch das haben wir überlebt!

So sind wir also irgendwann glücklich und munter in Rockhampton angekommen…was für’n Trip. Mehr gibt’s zum 4. Tag auch kaum zu sagen. Rockhampton haben wir uns dann noch angeschaut, und sogar als schön empfunden. es war mal etwas europäischer und wir haben richtig Häuser aus Stein und so gesehen^^ Jah, es war ganz nett.

Am nächsten Morgen ging’s dann auch gleich weiter nach Harvey Bay, einem kleinem Örtchen direkt an der Bucht. Von hier aus haben Mareike und ich dann Frasier Island besucht! und das…jah das war geil!

Wir beide krönen sie als die schönste Insel die wir bisher gesehen haben. einfach traumhaft.

Viel zu viel traumhaftes an der Ostküste, um überhaupt glauben zu können, dass es wahr ist!

Aber ja… es muss wohl. Ganz so gut hat der Tag auch nicht angefangen.. unseren Bus haben wir um eine halbe Minute verpasst (der Bus war zu früh, nicht wir zu spät!). Nunja, auf jeden Fall waren wir nicht die Einzigen. Ein junges Pärchen, auch aus Deutschland, stand genauso bedäppert da wie wir. Bus weg – Tour zur Insel weg – Geld weg. Na toll! Aaaber, die beiden hatten ein Auto, also sind wir in allerletzter Minute noch losgedüst. Gerast um genau zu sein: ich hab hier und da mal 50, 60, oder 80kmh- Schilder am Straßenrand gesehen. Aber der Tacho zeigte sowas wie 120…und Gott sei Dank! Wir haben die Fähre noch ganz ganz knapp geschafft! Ein Hoch auf unseren weiblichen Schumi.

Vom Land dann auf die Fähre, von der Fähre dann auf die Insel – und wir beiden schaffen es natürlich nochmal uns zu verlaufen und fast unsere kleine Reisegruppe zu verlieren^^ Nur fast allerdings. Auf jeden Fall konnte es dann doch mit unserem Tourbus losgehen. Auf durch die größte Sandinsel der Welt! Das hat man auch zu spüren bekommen. Hier und da sind vor uns untrainierte Jeepfahrer stecken geblieben. Alle Männer im Bus dürften dann raus und anschieben helfen. Sah lustig aus. und auch unser Busfahrer, der das täglich und seit 15Jahren macht, ist fast stecken geblieben. Die Fahrt war durchaus nicht unwackelig und schon ein Erlebnis für sich. Irgendwann sind wir dann aber am 75-Meilen-Strand angekommen. Ihn einmal komplett langgefahren und haben sogar einen der nur noch seltenen Dingos gesehen. Abgemagert sah er aus.

Dann sind wir zu Eli’s Creek gelangt. einem kleinen Strom auf der Insel der in einem klitzekleinen See, oder vielleicht Teich endet. Man konnte sich am Beginn des Stroms ins Wasser legen und sich dann um die ganzen Kurven und Bäume vom Wasser tragen lassen. Von da aus ging’s dann weiter zu den “Coloured Sands” (farbigen Sänden). Das sind große Sandberge mit unglaublich vielen Farben. Ich glaube es ging sogar in den Millionenbereich, aber gesehen haben wir im Endeffekt nur 5 Farben oder so. Trotzdem toll!. Und von dort dann ab zum Maheno Wrack, einem alten Schiffswrack. Riesengroß, gestrandet und einfach faszinierend. Dann gab’s Mittagspause und schwupps ging’s auch schon durch den Regenwald in der Mitte der Insel. Das war ein tolles, sehr befreiendes Gefühl. Die Luft war toll, der kleine Fluss der durch den Wald führte hatte klares Wasser und die Vögel begleiteten und mit ihrem Gezwitscher. Als wir schon fast dachten, es würde nicht mehr besser gehen, sind wir mit dem Bus weiter zu einem der Süßwasserseen der Insel.

Lake Echam. Das tiefblaue Wasser, glühender Sonnenschein und angeblich jungmachende Kräfte, lockten uns ins Wasser ;)

Danach ging es dann müde und glücklich zurück zum Zelt. Das war der 6. Tag unseres Trips ‘down the eastcoast’. Ein weiterer einzigartiger und mal wieder einfach nicht beschreibbarer Tag einer langen und wundervollen Reise…

Anmerkung vom Autor (also mir): das alles ist nun schon über einen Monat her. ich entschuldige mich für die Verspätung und wir werden alles folgende etwas kürzer gestalten, so dass wir irgendwann mal wieder im “Jetzt” ankommen :D .

love, Christin

Uns wurde “weiß” vor Augen…

Posted by Mareike | Posted in Allgemein | Posted on 31-12-2009

Los ging das fröhliche Gezwitscher dann schon um halb sieben und die Temperatur im Auto stieg binnen Minuten auf gefühlte 40°C! Als wir es dann einfach nicht mehr aushielten, gingen wir los, um die sanitären Anlagen zu testen und den rosa Geckos im Bad guten Morgen zu sagen. :)

Nur noch schnell Frühstück verputzen, das ganze Zeltequipment und die vier Personen in das Auto stopfen und weiter konnte die Fahrt gehen! Ziel an diesem Tag war Airlie Beach!

Tag 2u3

Viel zu sagen gibt’s zu der Fahrt nicht… links und rechts war die gewöhnliche Einöde zu sehen und die scheinbar endlos langen geraden Straßen waren eine harte Probe für den Fahrer.

So… als wir endlich in Airlie Beach ankamen, haben Christin und ich erstmal zwei Matratzen gekauft (tadaaaaa!), um nun auch voll Campingtauglich zu sein. Den Zeltplatz kannten Laura und Hannes schon und so gab es zum Glück schon mal keine Schwierigkeiten dorthin zu finden! ;) Kaum hatten wir uns auf dem Zeltplatz gemütlich eingerichtet, sind Christin und ich erst einmal zur Rezeption gestapft und haben in letzter Sekunde eine Tour zu den Whitsundays gebucht. Damit wäre das Gröbste auch schon geschafft! Nur das Essen musste noch festlich aufgetischt werden und alle elektrischen Geräte aufgeladen, sodass wir dann alle in unsere Zelte fielen und tief schliefen…

Am nächsten Morgen hieß es dann seeeehr früh aufstehen, um den Bus zum Hafen nicht zu verpassen. Um 7:45 sind wir dann mit unserem Expressfrühstück ( Scheibe Toast, Plastikmesser und 2 Päckchen Marmelade) zur Busschleife gestürzt und wurden bis zum Hafen gefahren, wo ein RIIIIEEESEN Katamaran auf uns wartete. Neugierig und frohgemutes bestiegen wir das Schiff und wurden gleich mit einem Frühstück überrascht! Während man sich nun stärkte, tuckerte das Schiff los und ermöglichte uns einen einzigartigen Blick auf viele kleine Inseln, die Whitsundays. Erster Inselstopp war Hamilton Island. Dort haben wir uns jeweils ein Einmannkanu ausgeliehen und sind damit auf den weiten Ozean aufgebrochen…. und nach einigen Metern wieder klitschnass zurückgekehrt! ;)

Weiter ging die Schifffahrt nach ungefähr 2 ½ Stunden Aufenthalt auf dieser Insel. Und schon wieder mussten wir rennen, um es nicht zu verpassen! Das Einzigste jedoch, das wir verpasst haben, war die Eröffnung des BBQ’s, was aber für uns noch zu verkraften war, denn es war noch mehr als genug da! Während wir mit Essen beschäftigt waren, fuhr das Schiff weiter Richtung White Heaven Beach. Das sollte der Höhepunkt des Tages sein! Das sollte der unglaublich weiße Strand sein! Das sollte uns alle sprachlos machen! Und der Strand tat es auch!!! :D

Feinster Sand aus 99,7% Quarz, der so schön knirscht, wenn man über ihn läuft! (Und hervorragend zur Glasherstellung geeignet ist! :P )Es war alles perfekt!! Das Wetter, das Wasser, der Strand einfach alles! Für Unterhaltung und Trinken wurde sogar auch gesorgt! Nachdem wir beide unsere Fotosession beendet haben, krallten wir uns eine Strandmuschel und diverses Strandspielzeug. Wir versuchten uns beim Frisbee, „Basketball“-Volleyball und Sandburgen bauen… am Ende ist dann unser kleiner Sandmann entstanden. Ach war das schön! Wir konnten mit dem Staunen und dem Hüpfen am Strand gar nicht mehr aufhören! Aber es wurde auch Zeit wieder zu gehen… :( Jeder musste wieder auf das kleine Transportboot steigen, das uns zum Hauptschiff schipperte und konnte der Insel noch ein letztes mal zuwinken, bis sie dann in der Ferne verschwand…

Doch zurück an Board des großen Katamarans ging das große Fressen weiter! Diesmal gab es Kaffee, Kuchen und OBST!!! Lecker lecker! Während wir das Essen genossen haben, ging die Fahrt zurück nach Airlie Beach weiter. Um den Tag perfekt ausklingen zu lassen, gingen wir auf das Deck und konnten den wunderschönen Sonnenuntergang über dem Ozean bewundern. So ging ein perfekter Tag auch schon so schnell zu Ende! Uns bleiben nur die einzigartigen Erinnerungen an den weißesten Strand, den wir je gesehen haben und viele Fotos!!! Kaputt und mit vollends glücklich fielen wir nun in unsere Matratzen… und schliefen tief und fest durch, bis uns die lieben Vögelein am nächsten Morgen wieder geweckt haben…

let’s get the party started!

Posted by Christin | Posted in Allgemein | Posted on 27-12-2009

Freitag, 8Uhr morgens, das Auto ist gepackt, wir sind müde. Aber die Reise kann endlich beginnen!

Hier, ihr Lieben, nun der erste Teil unseres versprochenen Reisetagebuchs. Ersteinmal ein paar Hintergrundfakten für euch:

Teilnehmerzahl: 4

Teilnehmer: Hannes, Laura, Mareike, Christin

Strecke: Cairns to Brisbane, ca 1800km

Zeit: ganz genau 7 Tage

Fortbewegung: silberner Mitsubushi, full size, keine ahnung welches Model, bin ja ne Frau -.-

Last/Gewicht/Transport: 4 schokoladengefüllte, erwachsene Menschen; 3 65-Liter-Backpackerrucksäcke á 22kg mindestens; 2 2-Mann-Zelte; (zu dem zeitpunkt noch) 2 Luftmatratzen; einen riesengroßen Eski (Kühlbox), eine Cajón, eine Männer-Reisetasche, 4 weitere normalgroße Rucksäcke, ettliche Handtaschen und Hüte, ein paar große Planen, Töpfe, Besteck und Nahrung!

Platz dafür: sehr sehr wenig!die ersten (ca) 400km

So. soviel erstmal dazu.

Wir also frisch und munter am freitag morgen losgedüst, endlich raus aus Cairns, endlich weg von den Moskitos, endlich raus aus der über-hitze, endlich weg vom Krankenhaus, weg von Atherton, einfach nur weg. Hannes hat das Steuer übernommen und so sollte es dann erstmal für den ersten zwischenstopp nach Mission Beach gehen. Hier und da – wie sich herausstellte musste man dann aber doch schonmal früher anhalten. Wir, Mareike und ich, saßen hinten, in unseren eigenen kleinen Höhlen, konnten uns nicht sehen, da sich zwischen uns der Kühli, die Reisetasche, die Cajón und ein Rucksack befand und mussten all diesem Kram mehr Platz geben als uns selbst. Laura, auf dem Beifahrersitz, war zugepackt von Fußraum bis Schulter und Hannes musste mit schlechter Sicht leben. Alles in allem sollte das also sehr interessant werden :-)

Nun aber endlich zu unserem ersten Ziel: Mission Beach. Ein Strand wie aus dem Bilderbuch, nein…noch viel schöner! Unglaublich türkis-blaues Meer, unglaublich schöner Sand, unglaublich klare Luft, unglaubliche Palmen, einfach viel zu unwahr zum glauben! Ihr werdet selbst sehen was wir meinen. einfach wie im Traum. nur wahr.

Und genau an diesem Ort haben wir uns dann alle erstmal ausgetobt, unsere belegten Brötchen verschlungen(für mich nur dünnes Toast, weil ich zu dem Zeitpunkt noch OP-geschädigt war) und einfach nur genossen…Doch irgendwann musste es dann leider weitergehen. Bis zum Tagesende wollten wir auf einem Zeltplatz in Townsville angekommen sein. Also wieder zurück auf den Bruce Highway und mit 100Sachen durch die Steppe. Links und rechts haben wir ab und an ein paar überfahrene Känguruhs sehen müssen, bis wir endlich nach einigen weiteren, sehr kurzen Stopps vorm Woolworth in Townsville standen. Ein kurzer Gang durch die Stadt verriet uns schon: nichts besonderes! Die Städte hier schienen wohl alle gleich auszusehen. Nunja, sehr spät haben wir uns dann auf die Suche nach einen Camping-platz gemacht. erfolglos. nichts war mehr offen. keine Chance für uns. völlig verzweifelt entschieden wir uns dann wieterzufahren, weiter richtung Süden. und siehe da! nach einigen Malen verfahren und nach so einigen Umwegen, (wir landeten plötzlich in irgendwelchen Naturreservaten oder alligatoren-Parks) haben wir eine Tankstelle mit benachbarter Wiese entdeckt. Halleluja! wir hatten einen schlafplatz! Sogar sanitäre anlagen und ein paar Backpackerkollegen! :-) Mareike und ich mussten die erste Nacht im Auto verbringen da unsere Luftmatratzensuche erfolglos ausging und Hannes’ und Laura’s kleines Zelt wurde gut hinter dem silbernen Mitsubushi versteckt. So sah er aus unser erster Tag. Ko und Müde fielen wir ins Auto (oder wahlweise ins Zelt) und wurden am nächsten morgen, sehr früh von glühender Hitze und lauten Vögeln geweckt…